Pflanzentauschbörse 2020

Die nächste Pflanzentauschbörse wird am

Samstag, den 25. April 2020 von 11:00 - 14:00 Uhr

auf dem Gelände vor der Biologischen Station Oberberg in Nümbrecht stattfinden! Veranstalter ist die BSO in Kooperation mit dem NABU Oberberg und dem Rheinischen Landfrauenverband Oberbergischer Kreis.

 

 

Stellenausschreibung

Die Biologische Station Oberberg sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt

 
eine/n Wiss. Mitarbeiter (w/m/d) der Fachrichtungen
Landwirtschaft, Landschaftsökologie, Forstwirtschaft, Naturschutz
(Fokus praktischer Naturschutz, Vollzeit, unbefristet)
 
 
Ihre Bewerbung richten Sie bitte per E-Mail mit den üblichen Unterlagen, Ihrer Gehaltsvorstellung und Ihrem frühest möglichen Eintrittstermin bis zum 7. Januar 2020 an: bewerbungen@bs-bl.de
 
 
 

Her mit dem Schotter! Exkursion durch einen großen Grauwacke-Steinbruch

An einem Freitagnachmittag Ende September folgten 25 Interessierte unserem Aufruf „Her mit dem Schotter!“ und nutzen die Gelegenheit zusammen mit Nobert Ivenz-Gaul von der Basalt-AG (BAG) und Manuela Thomas von der Biologischen Station Oberberg (BSO) hinter die Kulissen des aktiven Grauwacke-Steinbruchs in Gummersbach Talbecke zu schauen.

Dank der Förderung des Landschaftsverband Rheinland im Rahmen des Netzwerks Kulturlandschaft widmet sich die BSO zusammen mit der Biologischen Station Rhein-Berg (BSRB) seit Anfang 2018 im Projekt „Naturschutz trifft Kulturlandschaft – STEINland“ den Steinbrüchen im Bergischen Land. Viele der ehemaligen Steinbrüche sind inzwischen als Naturschutzgebiet geschützt, wie z. B. der Steinbruch Bolzenbach in Lindlar, und werden von der Biologischen Station betreut, die Pflegemaßnahmen in Auftrag gibt oder selbst durchführt.

Die Zusammenarbeit mit der BAG zielt darauf ab, schon während des Steinbruch-Betriebes auf naturschutzfachlich relevante Aspekte hinzuweisen und im Betrieb auf das Vorkommen von seltenen Arten, wie der Geburtshelferkröte, zu achten und ggfs. Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Wichtig ist aber auch das gegenseitige Verständnis füreinander. So gehören Steinbrüche im Bergischen schon seit Jahrzehnten zur Kulturlandschaft und stellen, obwohl sie zunächst durch den Gesteinsabbau die Landschaft stark verändern, nach ihrer Nutzung häufig wichtige Sekundär-Biotope für viele seltene Tier- und Pflanzenarten, wie z.B. den Uhu dar.

Bei der Führung im Steinbruch Talbecke ging es vor allem darum, den aktuellen Betrieb kennenzulernen. Norbert Ivenz-Gaul bot einen spannenden Einblick hinter die Kulissen.

Derzeit wird in einer Tiefe von bis zu 15 m gemessen gegenüber dem Straßenniveau der vorbeiführenden K 46 die Gewinnung im Steinbruch betrieben und das gewonnene Material mittels SKW (Schwerlastkraftwagen: Nutzlast 60 t) zum Vorbrecher transportiert.

Vor dem neuen Tiefgang erläuterte er die Genehmigungssituation: Im Jahre 2012 war die Vertiefung des Steinbruchs um 100 m innerhalb der bestehenden Grenzen genehmigt worden. Die dadurch erschließbaren Reserven gewähren dem Steinbruch eine weitere „Lebensdauer“ von 25 Jahren.

Abbildung 1: Erläuterung der Genehmigungssituation vor dem neuen Tiefgang (Foto: M. Thomas, BSO)

Abbildung 2: am Kipptrichter, Zugang zur Vorbrecheranlage (Foto: M. Thomas, BSO)

Abbildung 3: VBA - Siebmaschine, Vorbrecher, Meißelhammer (Foto: M. Thomas, BSO)

Abbildung 4: Sohle 1 - Erläuterungen zu Geologie und Sprengverfahren (Foto: M. Thomas, BSO)

Das Sprengen im Steinbruch erfolgt derzeit ausschließlich im elektronischen Sprengverfahren, bei dem jeder Zünder einzeln programmierbar ist und die Basalt AG in die Lage versetzt wird, die pro Zeiteinheit gezündete Sprengstoffmenge genau zu bestimmen.

 

Abbildung 5: Erläuterungen zur weiteren Aufbereitung (Foto: M. Thomas, BSO)

In den Aufbereitungsanlagen werden die gewonnenen Gesteine in mehreren Brechstufen gebrochen und über Siebklassierung nach Korngrößen klassiert; so entstehen am Ende des Prozesses qualitativ hochwertige Baustoffe (z. B. 2/5 als Pflastersplitt (Körner mit 2 bis 5 mm Kantenlänge), 5/8 und 8/11 als Zuschläge für den Bau von Asphaltstraßen) und Baustoffgemische wie 0/32 und 0/45, die beim Straßenbau als Gründungsschicht eingesetzt werden. Darüber hinaus ist es im Steinbruch Talbecke durch Mischen der Einzelkörnungen möglich fast alle Kundenwünsche zu erfüllen.

Allen, die nun neugierig geworden sind auf unsere Steinbrüche im Bergischen Land, denen sei die Broschüre „Steinreich im Bergischen – Steinbrüche im Bergischen Land entdecken“ ans Herz gelegt, die auch im Rahmen des LVR-Projektes erarbeitet wurde. Sie gibt den Leserinnen und Lesern Einblicke in diese wertvollen Lebensräume und stellt dort vorkommende Pflanzen und Tiere vor. Sie bietet auch einen Exkurs in die Erdgeschichte und berichtet über Fossilien, wie den ältesten Wald der Welt, dessen Überreste in Lindlar entdeckt wurden. Und wer schon immer mal einen Steinbruch besichtigen wollte, erhält wertvolle Ausflugstipps um auf Entdeckungsreise zu gehen.

Die Broschüre kann als PDF-Datei heruntergeladen werden, wenn Sie auf das Titelbild klicken. Eine gedruckte Version erhalten Sie kostenlos bei den Biologischen Stationen (Versand möglich, wenn eine adressierte und mit 1,55 € vorfrankierte DIN A4 Rückversandtasche beigelegt wird).

 

 

Bergischer Landschaftstag 2020

Der nächste Bergische Landschaftstag findet am Sonntag, 6. September 2020 von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr auf dem Gelände von Schloss Homburg in Nümbrecht statt. Alle weiteren Informationen rund um die Veranstaltung finden Sie ab August 2020 unter folgendem Link:

 

www.landschaftstag.de

 

 

Lese-Buch Landschaft - Die Landschaft im Bergischen Land in Leichter Sprache

Pressetermin Vorstellung Lesebuch Landschaft in Leichter Sprache

Voller Stolz wurde das Lese-Buch Landschaft in Leichter Sprache am 6.11.2018 präsentiert. Von links nach rechts: Christine Wosnitza (BSO), Axel Helmus (BSO), Michael Bey (BWO), Ursula Mahler (2. stellvertretende Landrätin OBK), Franziska Steeg (Umwelt-Assistentin), Christopher Bourbones (Umwelt-Assistent), Timo Wadood (Umwelt-Assistent), Michael Zießow (Umwelt-Assistent), Manuela Thomas (BSO)

Die Biologischen Stationen Oberberg und Rhein-Berg haben das „Lese-Buch Landschaft – Die Landschaft im Bergischen Land – Leichte Sprache“ am Dienstag, 6. November, der Öffentlichkeit vorgestellt. Entwickelt wurde es mit dem Landschaftsverband Rheinland als Projektförderer und dem Naturpark Bergisches Land als Kooperationspartner im Rahmen des LVR-Projektes „Freizeit und Lernen inklusiv gestalten – Natur für alle“.

Die Broschüre erklärt auf 36 Seiten in Leichter Sprache, was Kulturlandschaft ist, wie ihre Elemente im Bergischen aussehen und wie man sie erhalten, erfahren und nutzen kann. Kräutertipps und ein Rezept ergänzen Informationen über Pflanzen und Tiere, die bei uns leben. Grafiken und Fotos unterstützen beim Lesen.

Christine Wosnitza, stellvertretende Geschäftsführerin der Biologischen Station Oberberg (BSO), sagte bei der Vorstellung: „Es ist uns ein besonderes Anliegen, die Broschüre allen Menschen zugänglich zu machen, die auf Leichte Sprache angewiesen sind, beispielsweise Menschen mit Lern-Schwierigkeiten.“

Mitarbeitende der Behinderten Werkstätten Oberberg (BWO) unterstützen die Biologische Station. Als Umwelt-Assistenten ermöglichen sie inklusive Naturerlebnisse. Michael Bey von der BWO betonte, die Zusammenarbeit mit der BSO fördere das Selbstbewusstsein seiner Mitarbeitenden: „Sie sind stolz, bei Führungen ihr Wissen weitergeben zu können und Natur für andere erlebbar zu machen.“ Die Umweltassistenten beteiligten sich auch an der Themenfindung: Ihre Ideen spiegeln sich im „Lese-Buch Landschaft“ wieder. Die Geschichte vom Zauber-Baum, die „Kletter-Füße“ der Hasel-Maus, Garten-Genüsse und die Erklärung, wie man eine Sonnen-Blume pflanzt, sind nur einige Beispiele.

Streuobstwiese

Leichte Sprache zielt auf Verständlichkeit. Die Sätze sind kurz. Binde-Striche erleichtern das Lesen zusammengesetzter Wörter. Das Lese-Buch Landschaft ermöglicht es Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen komplexe Texte nicht erfassen, das Thema Kulturlandschaft zu verstehen. Ursula Mahler, 2. stellvertretende Landrätin des Oberbergischen Kreises, lobte: „Diese Broschüre in Leichter Sprache ist Teil eines LVR-Projektes, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Bergische Landschaft in ihrer Vielfältigkeit darzustellen und möglichst viele Menschen zu erreichen.“ Mehr noch: „Wir verdeutlichen damit einmal mehr, dass uns Inklusion nicht nur am Herzen liegt, sondern tatsächlich mitgedacht wird – gerade im Oberbergischen Kreis.“
 
Möchten auch Sie mehr über die Kulturlandschaft im Bergischen Land erfahren?
Dann laden Sie hier die Broschüre herunter:

Lesebuch Landschaft in Leichter Sprache (4 MB)

Das Lese-Buch Landschaft in Leichter Sprache gibt es bei Einreichung einer adressierten und mit 1,45 € vorfrankierten DIN A4 Rückversandtasche kostenlos bei:

 
Biologische Station Oberberg
Rotes Haus, Schloss Homburg 2
51588 Nümbrecht

Biologische Station Rhein-Berg
Kammerbroich 67
51503 Rösrath

Das Projekt „Freizeit und Lernen inklusiv gestalten – Natur für alle“ wird gefördert durch

 

Neue Broschüre „Wiesen und Weiden im Bergischen Land – erkennen-entdecken-wertschätzen

„Welche Pflanze ist das?“ fragen sich Interessierte an diesem sonnigen Sommertag beim Blick auf eine violette Blüte auf einer steilen Weide entlang des Weges. Ein schwarz-weiß gemusterter Schmetterling trinkt dort den Nektar und fliegt danach weiter. Es handelt sich dabei um einen Schachbrettfalter. Die Weide wird im Vertragsnaturschutz bewirtschaftet. Das bedeutet, dass hier nur verhältnismäßig wenige Rinder weiden dürfen. Daher blühen hier noch viele bunte Blumen, z.B. auch die violetten Wiesen-Witwenblumen.

Ein Schmetterling, ein Schachbrettfalter, sitzt auf einer Blüte einer einer Wiesen-Witwenblume und saugt Nektar.
Foto: Olaf Schriever

Die neu entwickelte, gut 100 Seiten umfassende Broschüre soll dabei helfen, 43 charakteristische Wiesen-Pflanzen des Bergischen Landes mit Hilfe von Zeichnungen, Fotos und Texten zu erkennen. Im besonderen Fokus stehen dabei drei regional typische Grünland-Lebensräume: artenreiche Heuwiesen, Magerweiden und Feuchtwiesen. Diese zu erhalten haben sich die Partner der Modellregion auf die Fahne geschrieben und werden dabei unterstützt von dem Oberbergischen Kreis und dem Rheinisch-Bergischen Kreis sowie dem Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Ein wichtiges Instrument zum Erhalt des artenreichen Grünlandes ist der Vertragsnaturschutz, der auch besonders im Rahmen der Modellregion gefördert wird. Landwirte und Landwirtinnen bewirtschaften dabei ihre Flächen nach bestimmten auf naturschutzverträgliche Weise und werden dafür finanziell honoriert. Nicht zuletzt tragen sie durch diese Arbeit auch zu dem Blütenreichtum und damit zum reichhaltigen Angebot an Nektarpflanzen für Insekten auf unseren bergischen Wiesen und Weiden bei.

Möchten auch Sie mehr über die bunte Pflanzenwelt in unserer Region erfahren?

Dann laden Sie hier die Broschüre herunter:

Broschüre Wiesen Weiden Symbol PDF (7 MB)

Die gedruckte Version erhalten Sie kostenlos bei den Biologischen Stationen. Der Versand ist möglich, wenn eine adressierte und mit 1,45 € vorfrankierte DIN A4 Rückversandtasche beigelegt wird.

Biologische Station Oberberg
Rotes Haus, Schloss Homburg 2
51588 Nümbrecht

Biologische Station Rhein-Berg
Kammerbroich 67
51503 Rösrath