Gemeinsam stark für Biodiversität
Die Biologischen Stationen Oberberg und Rhein-Berg haben in den vergangenen Jahren viele kleine Projekte rund um Biodiversitätsthemen (wie z.B. die Anlage von Blühflächen mit heimischen Wildstauden) mit Kommunen, Dorfvereinen und Kirchengemeinden durchgeführt und möchten diese Erfahrungen jetzt bündeln und die Kommunen im OBK und RBK untereinander vernetzen.
Dazu dient das neue LVR-Projekt „Bergische Kommunen – gemeinsam stark für Biodiversität“ (2026/2027). Es soll eine Vernetzungsplattform zwischen Biologischen Stationen, dem Naturpark Bergisches Land und den Kommunen im Oberbergischen Kreis und im Rheinisch-Bergischen Kreis rund um die Themen Biodiversitätsförderung und Kulturlandschaftspflege geschaffen werden. Zur Verstetigung der Erfahrungen bisheriger Projekte bieten die BSO und BSRB Praxis-Workshops und Beratungen für alle Kommunen an.
Haben Sie Interesse an einer Zusammenarbeit im Projekt „Bergische Kommunen“? Dann wenden Sie sich gerne an die Projektleitung:
Manuela Thomas
E-Mail: thomas[at]bs-bl.de
Presseinfo 13. April 2026
Das LVR-Projekt „Bergische Kommunen – gemeinsam stark für Biodiversität“ startete am 13. April mit einem gut besuchten Auftakt-Workshop.
Vertreter*innen aus rund einem Dutzend Kommunen aus dem Oberbergischen Kreis und dem Rheinisch-Bergischen Kreis folgten der Einladung der Biologischen Stationen Oberberg und Rhein-Berg und des Naturparks Bergisches Land zum Startschuss des Projektes.
Die biologische Vielfalt zu erhalten und zu fördern ist neben der Klimafolgenanpassung eine wichtige kommunale Aufgabe. In den vergangenen Jahren verzeichneten die beiden Biologischen Stationen eine zunehmende Zahl an Beratungsanfragen zur Biodiversitätsförderung. Vor diesem Hintergrund wurde das Projekt „Bergische Kommunen – gemeinsam stark für Biodiversität“ beim Landschaftsverband Rheinland beantragt.
Ziel der Biologischen Stationen ist, im Rahmen dieses Projektes mit Vertreter*innen von Verwaltungen, Bauhöfen und dem Naturschutz gemeinsam in den Austausch zu treten, um praxisnahe, bezahlbare und dauerhaft umsetzbare Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität zu identifizieren und in den kommunalen Alltag zu integrieren.
Beim Auftakt-Workshop am 13.04.2026 in der Museumsherberge im LVR-Freilichtmuseum in Lindlar tauschten sich nun rund 35 Personen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Kommunen aus – vom Bürgermeister über die verschiedenen Verwaltungsebenen, wie z. B. das Klimamanagement, bis hin zum Bauhofmitarbeitenden. Im Fokus standen folgende Fragestellungen:
- Was wird bereits erfolgreich im Hinblick auf den Erhalt der Biodiversität umgesetzt?
- Wo gab es bisher Stolpersteine?
Schließlich wurden aktuell brennende Themen und Unterstützungsbedarfe ausgewählt, die in diesem Projekt nun gemeinsam bearbeitet werden sollen.
Auf dieser Basis konzipieren BSO und BSRB im nächsten Schritt jeweils zwei Praxis-Workshops pro Jahr. Diese sollen an unterschiedlichen Orten stattfinden, z.B. auch in Form von Exkursionen, an denen Best-Practice-Beispiele von biodiversitätsfördernden Bepflanzungen oder angepassten Maschinen für die insektenschonende Pflege vorgestellt werden.
„Wir möchten alle Kommunen im Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis ausdrücklich einladen, dieses Projekt als Chance zu nutzen und sich aktiv an den Workshops zu beteiligen. Gemeinsam kann hier viel für den Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt erreicht werden.“, erläutert Matthias Wirtz-Amling, Geschäftsführer der beiden Biologischen Stationen.