BiCK

Biodiversitäts-Check in Kirchengemeinden

Das Projekt “Biodiversitäts-Check in Kirchengemeinden” (BiCK) des Erzbistums Köln unterstützt bis 2025 rund 70 ausgewählte Kirchengemeinden dabei, auf ihren Flächen das Thema Biodiversitätsschutz praktisch anzugehen. Dabei unterstützen die Biologischen Stationen mit ihrem Fachwissen. Zusammen mit engagierten Menschen der Kirchengemeinde werden die geplanten Maßnahmen umgesetzt.

Wir haben innerhalb des BiCK-Projekts mit den Gemeinden Herz Jesu Schildgen, St. Engelbert Odenthal-Voiswinkel, Herz Jesu Loope, St. Nikolaus Rösrath, CulturKirche Oberberg (Engelskirchen-Osberghausen), St. Marien Kürten (Dürscheid) und St. Mariä Himmelfahrt Wiehl und St. Walburga Overath zusammengearbeitet.

Dabei wurden schon einige Projekte umgesetzt, hier finden Sie eine Auswahl:

Netzwerkevent Biodiversitätscheck in Kirchengemeinden (Foto: Tjark Lengert, Erzbistum Köln)
Netzwerkevent Biodiversitätscheck in Kirchengemeinden (Foto: Tjark Lengert, Erzbistum Köln)
BiCK Netz Event (BiNE) – Ein buntes Fest zum „Möglich- und Glücklichmacherprojekt“

Bei schönstem spätsommerlichen Sonnenschein und bester Stimmung feierten im September 2025 BiCK-Engagierte aus Kirchengemeinden, Biologischen Stationen und dem Generalvikariat miteinander (fast) 5 Jahre BiCK auf dem Gartengelände von IN VIA in Köln.

CulturKirche Oberberg

Eine sehr engagierte Gruppe hat sich in Osberghausen gefunden und arbeitet jetzt regelmäßig im Garten rund um die Kirche um dort mehr Raum für Tiere und Pflanzen zu schaffen, aber auch um den Ort interessanter für die Menschen zu machen.

Als Auftakt diente ein kreativer Workshop nach dem „Dillinger Modell“, bei dem in Kleingruppen verschiedene Modelle des Gartens gebaut wurden unter der Fragestellung: „Was wollen wir in unserem Garten erleben und was können wir bauen, um diese Erlebnisse zu ermöglichen?“

Danach fanden nach und nach verschiedene „Naturgarten-Elemente“ Einzug in den Garten: So zum Beispiel eine Totholz-Hecke, in der das Schnittgut von Laubgehölzen aus dem Garten Platz findet, ein sonniges Wildstaudenbeet zwischen Bruchstücken von alten Grabsteinen, eine Blumenwiese, die nur noch ein bis zweimal im Jahr gemäht wird und als Highlight ein Hochbeet mit Gemüse und eine Kräuterschnecke für die Sinne und auch zum Naschen und noch vieles mehr!

BiCK Totholzhecke
Die Totholzhecke bereichert den Garten der Culturkirche um einen Lebensraum für viele Käferarten, die auf Totholz angewiesen sind.
Bepflanzung sonniges Staudenbeet
Bepflanzung sonniges Staudenbeet

Herz Jesu Loope

Direkt vor der Kirche ist ein Stück lebendige Schöpfung entstanden. Die BiCK-Gruppe aus der Herz-Jesu Kirchengemeinde hat überlegt, wie das Gelände rund um die Kirche biodiverser und schöpfungsfreundlicher gestaltet werden kann. Die nicht heimischen immergrünen Sträucher (z. B. Kirschlorbeer) wurden entfernt, dafür haben heimische Wildpflanzen und Insekten Raum gewonnen. Das neu entstandene Magerbeet auf Schotter bietet Lebensraum für Pflanzen, die mit wenig Nährstoffen auskommen – echte Hungerkünstler. Ihre Blüten bieten Nahrung und Schutz für Bienen, Schmetterlinge, Käfer und viele andere Tiere, die hier leben oder jagen.

Die kleinen Rasenflächen vor der Bibliothek wurden aufgewertet, indem dort einige Dutzend Krokusse gepflanzt wurden – so blüht es hier auch schon sehr frühzeitig im Jahr, was z.B. Hummel-Königinnen als Nahrungsquelle nutzen.

Magerbeet Loope
Im Sommer 2024 blühen die Pflanzen hier in allen Farben und es summt und brummt.
BiCK Staudenpflazung
Aktionstag Staudenpflanzung April 2023
BiCK Krokus-Pflanzung
Aktionstag Krokusse
Die Blüten der Nesselblättrigen Glockenblumen locken nicht nur Honigbienen an.

St. Engelbert Odenthal

Schon seit 2022 steht die BiCK-Gruppe in St. Engelbert fest zusammen und engagiert sich immer weiter für mehr Biodiversität auf dem ehemals eintönigen und kaum genutzten Gelände vor ihrer Kirche. Da wo vorher nur ein kurzgeschorener Rasen unter den Platanen war, gibt es jetzt viel zu entdecken: Frühblüher im Frühling, Nistkästen an den Bäumen, eine Blumenwiese im Sommer, eine kleine Wildstrauchhecke und ein Saum aus bunt blühenden Stauden. Ganz neu hinzugekommen ist auch ein großes Kräuterbeet in Trockenmauer-Bauweise. Und zum Verweilen laden mehrere Eichenholzstämme und sogar zwei Wald-Hängematten ein. Ein Besuch lohnt sich!

St. Engelbert - nachher
St. Engelbert - nachher
St. Engelbert - vorher
St. Engelbert - vorher

„Auf der Mauer, auf der Lauer…“

Sitzt nicht nur die kleine Wanz‘ in St. Nikolaus Rösrath:

St. Walburga Overath

Zur Förderung der biologischen Vielfalt hat das BiCK-Team aus Overath eine am Walburga-Haus gelegene Wiesenfläche umgestaltet: Im Zentrum des Beetes wurde ein Käferkeller angelegt. Im restlichen Beet blühen insektenfreundliche, heimische Stauden, zwischen denen größere Steine und Totholz ausgelegt sind, unter denen Kleinstlebewesen ihren Lebensraum finden. Und flankierend laden Beerensträucher zum Naschen ein.

St. Mariä Himmelfahrt Wiehl

Was im vergangenen September mit den Firmlingen begonnen hatte, erfreut derzeit unsere Augen, vor allem aber die ersten Hummeln und Bienen: Zahlreiche Krokusse blühen auf der Wiese vor dem Kircheneingang. Das in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station und durch das Erzbistum Köln finanzierte Projekt fand nun seine Fortsetzung. Auf die Firmgruppe folgte die Klasse 10 des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums: Sie wollte sich für das Thema Biodiversität in ihrem Jahresprojekt stark machen. Die Schülerinnen und Schüler jäteten die im September 2024 angelegten Beete, grenzten die Blühstreifen mit Holzpfählen ab und setzten einen Eichenstamm aus Totholz. Der soll vielen Insekten als Unterschlupf dienen und ist zudem mit lauter freundlichen Botschaften geschmückt. Zudem hängen nun etliche Nistkästen in den Bäumen. Abschließend spendierte die Kirchengemeinde einen kleinen Imbiss zum Dank für alle beteiligten Helfer, Rat- und Geldgeber.

St. Marien Kürten

In St. Marien Kürten entstand eine mehrjährige Blumenwiese, die auch den Spezialisten unter den Insekten Nahrung bietet. Schilder informieren über das Projekt und geben Anregungen für den heimischen Garten. Eine große Insekten-Nisthilfe und ein Sandarium bieten Wildbienen Nistmöglichkeiten und Frühblüher wie Krokusse dienen bereits im zeitigen Frühjahr als erste Pollen- und Nektarquellen.

Herz Jesu Schildgen

Eine kommunikative Oase mitten in Schildgen:

Projektkoordination

Manuela Thomas
Tel.: 02293 901511
E-Mail: thomas@bs-bl.de