Vermehrung von „Rote Liste“-Arten in Bergischen Heide-Moor-Schutzgebieten
Ziel des Projektes ist es, sehr seltene Pflanzenarten der Roten Liste in Heide- oder Moorgebieten im Bergischen Land zu erhalten und wieder zu verbreiten. Dort, wo diese Arten noch vorkommen, sollen ihre Bestände vergrößert werden. Auf Flächen, auf denen sie früher gewachsen sind, werden sie erneut angesiedelt.
Dazu wird das Saatgut hier vor Ort gesammelt und anschließend werden verschiedene Methoden zur Vermehrung eingesetzt und getestet, zum Beispiel:
- direkte Aussaat im Gelände
- Anzucht im Gewächshaus
- Vegetative Vermehrung
- Umsetzen von Pflanzen
- Übertragung von Erdmaterial samt der enthaltenen Samenbank
Viele dieser Pflanzen waren früher weiter verbreitet, z.B. auch durch die Nutzung des Menschen in Form Holzeinschlag und Beweidung. Später kam das Abplaggen des Oberbodens in solchen Heidegebieten hinzu, der als Einstreu in den Ställen und anschließend als Dünger auf den Äckern genutzt wurde. Dadurch verarmte der Boden, so dass dort nur noch wenige, an diese kargen Verhältnisse angepasste Pflanzenarten überleben konnten, wie zum Beispiel die Besenheide und daneben einzelne besonders zierliche Arten der Roten Liste wie das Wald-Läusekraut (Pedicularis sylvatica). Heute kommen diese Pflanzen nur noch sehr verstreut in bestimmten Naturschutzgebieten vor.
Das Projekt leistet einen Beitrag, dieses Artensterben aufzuhalten und die typische Pflanzenvielfalt der Heide- und Moorgebiete zu bewahren und wird gefördert vom Landschaftsverband Rheinland und von der NRW-Stiftung.
Laufzeit: 2026 bis 2028
Projektkoordination
Manuela Thomas
Tel.: 02293 901511
E-Mail: thomas@bs-bl.de
Gefördert von