Tote Bäume für das Leben

Projekt zur Erhaltung von Alt- und Totholz im Rheinisch-Bergischen Privatwald

Dank der finanziellen Unterstützung des Rheinisch-Bergischen Kreises startet die Biologische Station Rhein-Berg ab sofort das Projekt „Tote Bäume für das Leben“. Alte Laubbäume sollen per Vertrag zwischen Privatwaldbesitzer und Biologischer Station von der Nutzung ausgeschlossen und ihrem natürlichen Alterungs- und Zerfallsprozess überlassen werden.Die Eigentümer erhalten dafür eine einmalige Geldleistung.
Die Bäume müssen bestimmten Kriterien genügen (Download der Kriterien als PDF).
Das Projekt wird in Kooperation mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis, dem Waldbauernverband NRW und dem Regionalforstamt Bergisches Land umgesetzt.

Ziel des Projektes ist es, Alt- und Totholz (kurz: Biotopbäume) als Lebensgrundlage für unzählige, teils stark bedrohte, Tiere und Pflanzen zu erhalten.
Über 1300 verschiedene Käfer-, zahlreiche Wespen- und Schmetterlingsarten sowie über 1000 Pilzarten, diverse Flechten, Farne und Moose bilden umfangreiche Lebensgemeinschaften auf und in Biotopholz.
Spechte profitieren vom reichhaltigen Nahrungsangebot, ihre verlassenen Nisthöhlen nutzen zahlreiche andere Vogelarten, Fledermäuse, Siebenschläfer oder Wildbienen als „Nachmieter“. Vorsprünge unter morschen Wurzeln und bodennahen Stammteilen dienen Amphibien und Reptilien als Winterquartier.

Alle Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen, die mit einem Biotopbaum zur Artenvielfalt beitragen möchten, sind herzlich eingeladen, sich unter der folgenden Telefonnummer zu melden:

Biologische Station Rhein-Berg: 0 22 05 / 94 98 94-0

 

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