Rotmilan - Land zum Leben

Projekt Logo Rotmilan - Land zum LebenDer Rotmilan, im Volksmund auch Gabelweihe genannt, ist mit einer Spannweite von bis zu 175 cm und mit seinem gegabelten Schwanz, woran man ihn leicht erkennen kann, eine imposante Erscheinung. Als Zugvögel verbringen Rotmilane den Winter in milderen Gefilden wie Südfrankreich und auf der Iberischen Halbinsel. Zur Brut ziehen sie jedoch wieder in die kühleren Gebiete Mitteleuropas. Deutschland beherbergt mehr als die Hälfte der etwa 22.000 weltweit vorkommenden Brutpaare. Somit trägt die Bundesrepublik eine besondere Verantwortung für den Erhalt dieser Art.

 

Hintergrund

Seit Jahren stellt man fest, dass die Bestände in Deutschland rückläufig sind. Im Flachland wurden viele ehemals von Rotmilanen besiedelte Gebiete verlassen, was vermutlich in Veränderungen des Lebensraumes und der damit einhergehenden schlechteren Nahrungsverfügbarkeit begründet ist. Intensiv genutzte Agrarlandschaften mit großflächigen Monokulturen und fortschreitender Grünlandumbruch bieten dort immer weniger geeignete Flächen zur Nahrungssuche. Illegale Verfolgung und Windenergieanlagen gefährden die Art zusätzlich.

Bundesweites Projekt

Im Rahmen des Bundesprogramms „Biologische Vielfalt“ wollen drei Naturschutzorganisationen gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz den weiteren Rückgang der Bestände des Rotmilans stoppen. Der Deutsche Verband für Landschafts- pflege e.V. (DVL), der Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA) und die Deutsche Wildtier Stiftung (DeWiSt) starteten hierzu in bundesweit elf Umsetzungsregionen ein Projekt.


Umsetzungsregion Bergisches Land

Rotmilan brütetEine der elf Regionen stellt das Bergische Land dar, wo die Biologischen Stationen der beiden Kreise Rhein-Berg und Oberberg eine gemeinsame Projektstelle einrichteten. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit finanziellen Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Ziele der Projektarbeit sind die Erfassung der Rotmilannester und die Kontrolle des Bruterfolgs auf einer Bestandskontrollfläche, die Teile beider Kreise umfasst. Nach dem Eintreffen der Rotmilane im Brutgebiet ab März soll herausgefunden werden, wo im Projektgebiet Paare zur Brut schreiten, um dann die Landbewirtschafter der betreffenden Flächen über Möglichkeiten einer Rotmilan-freundlichen Landnutzung zu beraten und für den Schutz der Art zu sensibilisieren. Durch das Einrichten von Horstschutzzonen und aufklärende Öffentlichkeitsarbeit sollen Störungen am Brutplatz vermieden werden.

Projektkoordination:

Florian Schöllnhammer
Telefon: 02293 90 15 22
E-Mail: Schoellnhammer(at)BS-BL.de

 

Das Projekt wird gefördert von

BMUB BfN

im Rahmen von

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